Im Rahmen eines heute endenden Kongresses über neue schonende Operationsmethoden im Deutschen Herzzentrum München wurden mehreren Kindern mit innovativen Operationsmethoden Herzklappen eingesetzt. So wurde bei einem Kind mit der Hilfe eines Katheders eine sich selbstentfaltende Herzklappe durch die Leistenvene bis zum Herzen durchgeschoben. Diese Technik ist bei Klappen mit einem Durchmesser bis zu 22 mm möglich. Bei einer Patientin die eine größere Herzklappe benötigt, war diese Katheder-Methode also nicht anzuwenden – ihr wurde die Klappe mit einer “Spritze” direkt ins schlagende Herz injiziert. Da die Ärzte bei ihr mit dem Ergebnis nicht ganz zufrieden waren, kam sie jedoch um die Implantation eines konventionellen Klappenersatzes nicht herum. Aber auch wenn es nicht auf Anhieb perfekt geklappt hat: Das so was überhaupt möglich ist!!! Ich wünsche den Frischoperierten, dass sie schnell wieder auf den Beinen sind und sich besser fühlen denn je…
Was mir dabei zwar ein völliges Rätsel ist, ist wie sich die Ersatzklappen dann an Ort und Stelle verankern, aber wir können mit Sicherheit davon ausgehen, dass dafür Sorge getragen wurde. Ich finde es schon toll, welche Fortschritte die Medizin immer wieder (und wie mir scheint auch immer schneller ) macht – das nährt auch Hoffnungen, dass es in Zukunft für Marfan-Patienten neue und schonendere Operationsmethoden geben wird…