Nachdem ich mich ja nun im Winter lang und breit darüber ausgelassen habe, welche Schwierigkeiten und Verzögerungen sich bei der Korsettversorgung für meinen Sohn ergeben haben – samt der leider daraus entstandenen massiven Verschlechterung um etwa 10° auf 48 ° nach Cobb – will ich nun auch berichten, dass es glücklicherweise wenigstens so scheint, dass der Medizinische Dienst der Krankenkassen sowie die Krankenkasse selbst, lernfähig sind.Als einige Wochen nach der Verschreibung des neuen Cheneau-Korsetts ein Brief der Krankenkasse ins Haus flatterte – der Antrag auf Kostenübernahme sei eingegangen und zur abschließenden Klärung seien noch ein paar Rückfragen erforderlich – hatte ich sofort einen Klumpen im Magen. Sollte es etwa schon wieder losgehen? Ich ließ ein paar Tage verstreichen, rief dann bei der Krankenkasse an und schilderte was letztes Mal geschehen war und dass ich Bedenken hätte, dass es wieder so lange dauern würde. Die Sachbearbeiterin sagte mir, sie wolle beim Medizinischen Dienst nachhaken und würde sich wieder bei mir melden.
Als sie mir kurz darauf mitteilte, man habe ihr beim Dienst gesagt, man werde sich um Eile bemühen, war ich ehrlich gesagt ziemlich skeptisch, aber tatsächlich bekam ich wenige Tage später einen Anruf, das Korsett sei genehmigt – puh!
Vielleicht hat also der Bericht, den der behandelnde Orthopäde nach dem letzten Genehmigungsmarathon sachlich aber deutlich geschrieben hat, doch ein paar Augen geöffnet. Spät, aber immerhin wenigstens das.