Zum Thema Korsett fällt mir ein, dass seit über fünf Wochen ein Rezept über ein sogenanntes Chenau-Korsett beim Medizinischen Dienst rumliegt und auf seine Genehmigung wartet. Wenn ich bedenke, dass es absolut notwendig sein soll, dass es täglich 23 Stunden getragen wird und mein Sohn nun seit rund 24x7x5 Stunden (also mindestens 840) keines mehr getragen hat, weil das alte zu klein ist und nicht mehr zugeht. Weil der Rücken so nachweislich (Röntgen!) im Korsett satte 10° krummer ist als ohne, dann frage ich mich warum es so lange dauert es zu genehmigen. Es ist doch ziemlich eindeutig, dass das neue Korsett notwendig ist.Neulich habe ich, glaube ich, die Lösung gefunden: Ein Bekannter sagte mir, seine Tochter solle laut Hausarzt zur Kur. Die Eltern wurden mit dem Kind zum Medizinischen Dienst vorgeladen, das Kind sollte dort untersucht werden. Es wurde gemessen (der Arzt hat sich dabei noch vertan) und anschließend gewogen (in Kleidung, sehr aussagekräftig!) das war´s – und dafür musste sich die Mutter frei nehmen und das Kind samt Geschwisterkind früher aus dem Kindergarten holen. Ich meine, das war nun bei allem Verständnis dafür, dass man vielleicht überprüfen will, was man genehmigt, reine Zeitverschwendung und zwar für alle Seiten. Wenn die öfter solche Aktionen machen, dann wundert es mich nicht, dass es so lange dauert. Dann liegt das Rezept für das Chenau-Korsett irgendwo in einem riesigen Stapel und wird irgendwann in ein paar Wochen gelesen und bearbeitet. In der Zwischenzeit plagt man sich mit Rückenschmerzen rum und der Buckel wird größer und größer… Und außerdem kann ich dann schauen, mit welchen pädagogischen Argumenten ich dann wieder das Tragen des Korsetts begründe. Weil: bequem ist wohl was anderes…
Aber meine schlimmsten allergischen Reaktionen auf den Medizinischen Dienst lösen Rezepte über Brillengläser aus. Warum, verrate ich Euch demnächst…