“Man schrieb das Jahr 1991″. Was so ein Satz an Erinnerungen heraufbeschwören kann… Also: Man schrieb das Jahr 1991. Wir freuten uns, dass wir nun also bald Nachwuchs bekommen sollten. Der Schlingel ließ dann aber doch etwas länger auf sich warten (es war wohl doch zu gemütlich im warmen Bauch
) und ich musste am Ende alle 2 Tage ins Krankenhaus, wo sich immer wieder andere Ärzte davon überzeugten, dass der Untermieter wohlauf war. Einer hat sich beim Ultraschall damals verplappert. Er sagte ” Er hat aber lange Finger!”. Wir haben damals vor allen Dingen das “Er” bemerkt, denn in welcher Ausführung unser Wunschpaket ausgeliefert werden würde, wussten wir vorher noch nicht. Lange Finger fanden wir wiederum nicht so überraschend, schließlich hatte der werdende Papa auch eher schlanke, lange Finger. Und dann war er endlich da: Mit seinen großen dunklen Augen (von denen noch keiner ahnte wie wenig sie sahen), seinen vielleicht längeren, aber nicht extrem langen Fingern und sogar anfangs im Vergleich zum Rumpf eher recht kurzen Beinen. Aber das sollte sich bald ändern!
Schon komisch. Wäre die Erkenntnis, dass es ein Junge ist, nicht neu für uns gewesen – ich glaube ich hätte diesen Satz schon längst vergessen. So blieb er mir im Gedächtnis und gewann im Laufe der Jahre ein völlig neues Gewicht.