Ich wende mich an alle Marfan Betroffenen und Freunde im Namen von Eduard (Edi) Nrecaj, einem 26 jaehrigen Kosovo Albaner, der gestern erfahren hat, dass er dringend eine Aorta und Mitralklappen Operation braucht.Acht Jahre sind seit dem Kosovo Krieg im Fruehjahr 1999 vergangen, doch fuer die Mehrheit der Bevoelkerung, die von Subsistenzlandwirtschaft lebt, ist der Alltag nicht leichter geworden. So ist es auch fuer Familie Nrecaj nicht leicht gewesen, alle 9 Kinder irgendwie ueber die Runden zu bringen. Die 14-koepfige Familie Nrecaj lebt von 6 Hektar Land und 4 Milchkuehen. In guten Monaten verdienen sie 230 Euro.
Der erste Verdacht auf einen schweren Herzfehler bei Edi wurde sogleich durch ein Echocardiogramm bestaetigt: Dilation der Aorta ascendens (69mm), Mitralklappen Prolaps an beiden Seiten,starke Mitralklappen Regurgigation, vergroesserte linke Herzkammer (100/80mm) und reduzierte systolische Funktion (40%).
Edis Statur, fast 2 Meter gross, extrem schlank, mit verengtem Brustkorb, hat den Verdacht auf Marfan Syndrom nur bestaetigt. Auch Edis Mutter ist durch ploetzlichen Aorta Aneurismus sehr jung gestorben. Damals – wie auch heute – gab es dafuer im Kosovo keine Behandlungsmoeglichkeit. Gestern wurde Edi von den Aerzten hier an der Universitaetsklinik in Prishtina ganz klar gesagt: im Kosovo und in den Nachbarlaendern gibt es niemanden der ihn operieren koennte. Eine Operation im Ausland, wie von den Aerzten dringend empfohlen, ist ohne Hilfe schlichtweg unmoeglich.
Im Namen von Eduard wende ich mich nun an Sie mit der Bitte um Hilfe und Beratung. Wieviel wuerde eine solche Operation kosten? Gibt es vielleicht Kliniken die in einem solchen humanitaeren Fall einen jungen Patienten auch ohne Versicherung operieren wuerden? An wen koennten wir uns wenden mit der Bitte um Spenden?\r\nMit freundlichen Gruessen, im Namen von Edi und seiner ganzen Familie,
Verena Knaus