Nachdem ich eigentlich von meiner Geburt an einen durch das Marfan-Syndrom bedingten Mitralklappenprolaps hatte, wurde dieser im Februar diesen Jahres operiert. Man entschied sich nicht für eine künstliche Herzklappe, sondern hat das vorhandene Gewebe des Herzens verwendet und die Mitralklappe rekonstruiert. Dies ist eine moderne Operationsmethode und hat laut Aussage der Chirurgen ein gewisses Nach-OP-Risiko. Diese hat man in Kauf genommen, da die “Blutflussdynamik” bei einer rekonstruierten Mitralklappe besser sein soll. Ausserdem kann man etwas lockerer mit der Dosierung von Blutgerinnungsmitteln umgehen, als wenn man 2 künstliche Herzklappen besitzen würde.
Gestern war es dann soweit. Die erste regelmäßige Kontroll – Untersuchung nach der Herz Operation stand an. Die MRT – Thorax – Bilder auf CD hatte ich dabei. Nach einem Ruhe EKG wurde ich zum Ultraschall aufgerufen. Schon nach den ersten Momente war es klar. Meine Mitralklappe ist absolut dicht – der Mitralklappenprolaps gehört der Vergangenheit an. Da ist mir “ein Stein vom Herzen gefallen”…
Es ist schön zu wissen, das die Operation geglückt ist und – so weit man es heute sagen kann – das Ergebnis lange anhalten wird. Natürlich unter der Voraussetzung, das ich – wie gehabt – mich an die Grenzen, die das Marfan-Syndrom im täglichem Leben mitbringt, akzeptiere und danach lebe.